The Cost of Privacy: Report zur Digitalen Identität in 2020

Unternehmen sammeln alle Arten von Daten über unsere Online-Aktivitäten – ob wir im Internet surfen, Online-Inhalte ansehen oder über soziale Medien posten. Diese Daten bilden unsere digitale Identität. Es gibt jedoch keine offizielle Auflistung, welche Daten gesammelt werden. Das lässt Verbraucher im Dunklen darüber, wo ihre Aktivitäten getrackt und welche Daten über sie erfasst werden. Generell sind Menschen misstrauisch, wenn es darum geht, wie ihre Daten von Unternehmen und Regierungen genutzt werden – selbst wenn ehrenwerte Zwecke wie die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie dahinterstecken. Zwei Dinge sind sicher: Verbraucher möchten nicht getrackt werden und sie möchten ihre Daten unter keinen Umständen verkaufen.
Das hat eine unbeabsichtigte „Identity Tax“, eine Art „Identitätssteuer“, in Form von direkten und indirekten Kosten für die Online-Identity zur Folge.

Unternehmen profitieren vom Daten-Tracking in vielerlei Hinsicht, insbesondere wenn sie Verbraucherdaten direkt verkaufen. Um bestimmte Dienste nutzen zu können, müssen Verbraucher oft einen Teil der Kontrolle über ihre Daten aufgeben, was dazu führt, dass das Vertrauen sinkt. Es gibt außerdem eine unbeabsichtigte Steuer in Form der Zeit, die Bürger jedes Jahr damit verbringen, ihre Identität gegenüber Behörden oder öffentlichen Stellen glaubhaft nachzuweisen. Das kann in einigen Ländern Auswirkungen auf die Wahlbeteiligung und damit auch Einfluss auf Wahlergebnisse haben. Diese Faktoren (Tracking, Vertrauen und Zeit) zeigen die Kompromisse, die Verbraucher eingehen müssen, wenn sie Online-Dienste nutzen und sich so eine digitale Identität schaffen.

Um besser zu verstehen, wie Verbraucher sowohl ihre digitale Identität wahrnehmen als auch wie sie genutzt wird, hat Okta Juniper Research mit der Durchführung einer Online-Umfrage unter 12.000 Verbrauchern aus sechs Ländern, Australien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Vereinigtes Königreich und USA, zwischen 18 und 75 Jahren beauftragt. Als die Auswirkungen von COVID-19 spürbar wurden, hat Juniper fast 6.000 dieser Teilnehmer erneut befragt, wie sich die Pandemie auf ihre Einstellung zum Datenschutz auswirkt. Die Befragten wurden auf einer für das entsprechende Land repräsentativen Basis (Alter, Geschlecht, Standort) ausgewählt. Der vorliegende Report fasst die Ergebnisse dieser Studie zusammen.