Identitätsanbieter: Was sie tun und warum Sie einen brauchen

Identitätsanbieter: Was sie tun und warum Sie einen brauchen

Identitätsanbieter: Was sie tun und warum Sie einen brauchen

Sie haben viel zu tun. Warum sollten Sie da auch noch nach einem Identitätsanbieter suchen? Das ist eine berechtigte Frage. Viele IT-Verantwortliche wissen angesichts all der Aufgaben, die sie tagtäglich erledigen müssen, schon nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht.

Angesichts dessen bieten Identitätsprovider einiges an Entlastung, da einige von ihnen Alltagsprobleme in Unternehmen lösen können, während andere dafür sorgen, dass sich Ihre Kunden bei der Zusammenarbeit mit Ihnen wohler fühlen.

Was ist ein Identitätsanbieter?

Bei einem Identitätsanbieter handelt sich um einen Dienst, der digitale Identitäten speichert und verwaltet. Unternehmen nutzen diese Dienste, damit sich Mitarbeiter oder Benutzer mit den Ressourcen verbinden können, die sie benötigen. Die Dienste bieten eine Möglichkeit, ohne Beeinträchtigung der Sicherheit Zugriff zu verwalten und Berechtigungen zu erteilen oder zu entziehen.

Falls Sie sich schon einmal mit Google oder Facebook bei einer Anwendung angemeldet haben, haben Sie einen Identitätsanbieter verwendet. Ihr Benutzername und Ihr Passwort öffnen kurz gesagt Türen zu anderen Ressourcen, ohne dass Sie dafür etwas Besonderes tun müssten.

Ein Workflow sieht in der Regel so aus:

  • Anfrage. Der Benutzer kann seine Anmeldedaten von einem anderen Unternehmen (etwa Google oder Facebook oder Twitter) eingeben.
  • Überprüfung. Der Identitätsanbieter fragt bei der IT des fraglichen Unternehmens nach, ob der jeweilige Benutzer Zugriff hat und welche Schritte er durchführen darf.
  • Freigabe. Der Benutzer erhält Zugriff auf die angegebenen Ressourcen. Sein Besuch wird dabei protokolliert.

All das dauert lediglich einige Sekunden und die meisten Benutzer merken gar nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt.

Identity Provider Diagram

5 Probleme, die Unternehmen mit einem Identity Provider lösen können

In jedem Unternehmen gibt es IT-Probleme. Sie als Experte kämpfen mit Ihrem Fachwissen vielleicht selbst gegen einige davon. Andere lassen sich jedoch am besten mit der Hilfe eines Identitätsanbieters angehen.

Die Zusammenarbeit mit einem Identitätsanbieter könnte zum Beispiel folgende Probleme lösen, die jedes Unternehmen kennt:

  1. Passwortmüdigkeit: Wie viele Passwörter sollen sich Ihre Mitarbeiter merken können? Es werden immer mehr – und je mehr es werden, desto größer das Risiko.

    Denn Ihre Mitarbeiter fangen mit der Zeit wahrscheinlich an, Notizen, Spickzettel oder sogar ganze Tabellen anzulegen. All das sind letztlich Daten, die in die Hände von Hackern fallen können. Mit einem Identitätsanbieter müssen sich Ihre Mitarbeiter nicht mehr an unzählige Passwörter und Benutzernamen erinnern.
     

  2. Ständig wachsende Benutzerlisten: Interne Mitarbeiter, externe Mitarbeiter und Kunden wollen und benötigen Zugriff auf Ihre Ressourcen. Das Erstellen eigener Logins für all diese Personen ist unglaublich zeitraubend. Mit einem Identitätsanbieter entfällt diese Arbeit.
     
  3. Papier beweist nichts: Jemand hat einen Fehler gemacht und Sie müssen herausfinden, wer dafür verantwortlich ist. Anmeldungen über einen Identitätsanbieter sind immer mit Daten unterfüttert, sodass Sie feststellen können, wer online war und was die fragliche Person getan hat. Das vereinfacht das Beheben von Problemen und Eliminieren von Gefahren.
     
  4. Verschiedene Datenbanken: Unternehmen funktionierten am besten, wenn sie eine zentrale Informationsquelle haben. Wenn sich Ihr Personal jedes Mal mit verschiedenen Methoden anmeldet und zudem womöglich auch noch Daten über soziale Netzwerke teilt, auf die Sie gar keinen Zugriff haben, verlieren Sie schnell den Überblick.

    Ganz anders mit einer Identitätsanbieterlösung. Denn damit haben Sie mit einer Anmeldung alle benötigten Daten und das Problem isolierter Systeme löst sich in Nichts auf.
     

  5. Mehr Effizienz: Es kann sein, dass Ihre Mitarbeiter von verschiedensten Geräten, Standorten und Zeitzonen Zugriff auf Server benötigen. Angesichts dieser vielen Variablen gestaltet sich eine Zugriffsverwaltung schwierig.

    Ein Identitätsanbieter verwaltet diese Faktoren so effizient, dass Sie sich bei Ihrer Arbeit auf das Wesentliche konzentrieren können.

Wenn Sie eine Identitätsanbieterlösung implementieren, fallen Ihnen mit Sicherheit Lösungen ein, die zu Ihrem Unternehmen und Ihrem Geschäft passen. Diese Liste liefert Ihnen dabei lediglich Denkanstöße. Viele Unternehmen, die sich für einen Identitätsanbieter entschieden haben, freuen sich über die schnell erzielten Vorteile.

4 B2C-Probleme, die sich mit einem Identitätsprovider lösen lassen

Jeder neue Kunde für Ihre IT bedeutet ein Risiko. Im B2C-Geschäft bleibt Ihnen jedoch nichts anderes übrig. Hier kann ein Identitätsanbieter Abhilfe schaffen.

Im B2C-Geschäft kann ein Identitätsanbieter zum Beispiel folgende Probleme beheben:

  1. Die Sorgen der Unternehmen: Wer ein Produkt entwickelt, tut dies im Zusammenspiel mit allerlei Partnern und Entwicklern und möchte am Ende, dass es ausgewählte Kunden testen. Theoretisch benötigen all diese beteiligten Personen einen anderen Zugang. Wenn dabei etwas schief geht, verlieren Sie womöglich Ihre Kunden, Ihren guten Ruf oder noch mehr.

    Ein Identitätsanbieter optimiert den Anmeldevorgang. Dadurch kommt es zu wesentlich weniger Reibungsverlusten und das ganze Verfahren ist sicherer.

  2. Teure Marketingkampagnen: Sie müssen die richtigen Verbraucher zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft erreichen. Dabei geht es um sehr viel Geld. Die Marketingausgaben lagen 2019 bei geschätzt über 103 Milliarden US-Dollar und dürften seitdem noch gestiegen sein.

    Eine zentrale Informationsquelle hilft Ihnen, die Kunden, die Ihren Identitätsanbieter nutzen, wirklich zu verstehen. Das wiederum hilft Ihrer Marketingabteilung, Kampagnen zu fahren, die auch wirklich zu Konversionen führen.
     

  3. Immer neue Technologie: Ihre Kunden wollen die Gewissheit, dass Sie immer auf dem neuesten Stand sind. Aber Investitionen in biometrische Daten, Fingerabdrucksensoren und Ähnliches brauchen Zeit. Ein Identitätsanbieter kann die entsprechenden Lösungen für Sie finden und implementieren. Dass Sie die Detailarbeit nicht selbst gemacht haben, bekommen die Verbraucher nicht mit.
     
  4. Unzureichende Sicherheit: Verbraucher wollen die Gewissheit, dass ihre Daten geschützt sind. Ein starker Identitätsanbieterpartner bietet dieses Mehr an Sicherheit – und Sie können Ihren Kunden erklären, dass Sie eine Investition zu deren Vorteil getätigt haben. Das trägt zur Kundenbindung bei.

Auch an dieser Stelle gilt: Es gibt womöglich Vorteile speziell für Sie, die wir hier nicht aufgeführt haben. Klar jedoch ist, dass B2C-Unternehmen von einer angesehenen Identitätsanbieterlösung sehr profitieren können.

Legen wir los!

Mit einer starken Identitätsanbieterlösung können Unternehmen die komplexen Aufgaben des Speicherns und Authentifizierens von Identitäten in der modernen, vernetzten Welt bewältigen. Bieten Sie Ihren Benutzern Sicherheit ohne Reibungsverluste. Legen Sie sich mit Okta besonders ins Zeug.

Referenzen

What Is An Identity Provider (IdP)?, Security Boulevard, März 2019.

Identity Provider, TechTarget.

Identifizierung Provider, Science Direct, 2015.

Identity Providers and Federation, Amazon.

Single Version of Truth: Why Your Company Must Speak the Same Data Language, Forbes, Januar 2018.

13 Ways to Create an Effective Marketing Campaign on a Tight Budget, Forbes, August 2018.

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