In einer Zeit immer ausgefeilterer Cyberangriffe bleibt das Gesundheitswesen eine der am stärksten angegriffenen Branchen. Datenverstösse gefährden die Privatsphäre der Patienten und stören die kritische Versorgung – was die Notwendigkeit robuster Massnahmen zur Cybersicherheit unterstreicht. Dazu gehört eine umfassende Strategie für Identity and Access Management (IAM), um alle Akteure in Ihrem Ökosystem zu schützen.
Die wachsende Bedrohungslandschaft
Das Gesundheitswesen verfügt über eine Fülle sensibler Daten, darunter persönliche Gesundheitsdaten (PHI), Finanzdaten (PCI) und persönlich identifizierbare Informationen (PII) wie Sozialversicherungsnummern – was es zu einem Hauptziel für Cyberkriminelle und böswillige Akteure macht. Laut dem OCR Breach Report haben bis zum 5. März mehr als 13,2 Millionen Datenschutzverletzungenin diesem Jahr stattgefunden. Allein im Jahr 2023 verzeichneten wir 525 gesundheitsspezifische Datenschutzverletzungen, von denen über 120 Millionen Menschen betroffen waren.
Verstöße können verheerende Auswirkungen haben und zu erheblichen finanziellen Verlusten, Rufschädigung und Vertrauensverlust der Patienten führen. Da digitale Pflegeplattformen und andere Technologieformen immer weiter verbreitet werden, wächst die Anfälligkeit für Angriffe, wodurch der Bedarf an strengen Cybersicherheitsprotokollen steigt.
Die Folgen von Schwachstellen
Ein einzelner Datenverstoß kann weitreichende Folgen haben. Für Organisationen im Gesundheitswesen reichen die Auswirkungen von regulatorischen Strafen bis hin zu Betriebsstörungen. Für Patienten besteht das Risiko von Identitätsdiebstahl und der unbefugten Nutzung von PHI.
Während es mehrere Cyberangriffe und Datenschutzverletzungen wie diese gegeben hat, wollen wir uns zwei aktuelle Beispiele für Datenschutzverletzungen ansehen, die das US-amerikanische Ökosystem des Gesundheitswesens erheblich gestört haben:
- Die erste Sicherheitsverletzung stammte von einem Anbieter, der mehrere Dienstleistungen erbringt, wie z. B. Lösungen für das Revenue Cycle Management, die Kostenträger, Leistungserbringer und Patienten miteinander verbinden. Dieser Anbieter verarbeitet jährlich Milliarden von Transaktionen im Gesundheitswesen. Er wurde Opfer eines Ransomware-Angriffs, der das Gesundheitssystem lahmlegte, indem er die Abrechnung und Begleichung von Ansprüchen verzögerte. Der Angriff hatte weitreichende Folgen und soll die meisten US-amerikanischen Ökosysteme im Gesundheitswesen betroffen haben2.
Der Angriff hätte wahrscheinlich mit Identitätsfunktionen gemildert werden können, die Schwachstellen in der Infrastruktur stärken und absichern, wie z. B. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Die Folgen waren erheblich – sie führten zu Anhörungen vor dem US-Senatsausschuss und zu einem Vorstoß zur Festlegung strengerer Cybersicherheitsstandards. Es wird erwartet, dass das Ereignis erhebliche finanzielle Kosten verursacht.
- Das zweite Beispiel für eine Sicherheitsverletzung stammt von einem großen Gesundheitssystem, das Dienstleistungen in mehreren Bundesstaaten anbietet. Auch diese Organisation wurde von Ransomware angegriffen, die mehrere Online-Systeme deaktivierte. Alle wichtigen Beteiligten (Ärzte, Pflegepersonal, nicht-klinisches Personal usw.) konnten nicht auf wichtige Informationen und Ressourcen zugreifen und mussten auf veraltete Praktiken der 80er und 90er Jahre zurückgreifen, wie z. B. das Aufschreiben aller Notizen auf Papier, was zu erheblichen Verzögerungen bei der Patientenversorgung führte.
Dieser Verstoß hat die Gemeinden betroffen, denen das Gesundheitssystem dient. Zum Beispiel leiten Krankenwagen in mindestens einem der Landkreise, die sie bedienen, Patienten in andere Krankenhäuser um. Dies kann an sich schon ein Problem darstellen, da diese Organisationen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und die Versorgung weiterhin verzögert wird.
Diese Beispiele unterstreichen die dringende Notwendigkeit einer wirksamen Strategie zur Stärkung der Infrastruktur.
Warum eine IAM-Strategie unerlässlich ist
IAM-Lösungen spielen im Gesundheitswesen eine entscheidende Rolle bei der Verwaltung und Sicherung von Benutzeridentitäten und Zugriffsrechten über verschiedene Systeme und Anwendungen hinweg. Durch die Sicherstellung, dass nur autorisierte Personen auf sensible Informationen zugreifen können, können IAM-Lösungen das Risiko von Verstößen wie den in den obigen Beispielen genannten mindern. Funktionen wie MFA (Multi-Faktor-Authentifizierung), SSO (Single Sign-On), Universal Login und andere schützen hochsensible Patientendaten.
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Die zunehmende Anzahl von Cyberbedrohungen im Gesundheitswesen macht es für Organisationen immer wichtiger, robuste Cybersicherheitsmaßnahmen und -strategien zu ergreifen. IAM-Lösungen, wie sie von Okta angeboten werden, sind in diesem Kampf von entscheidender Bedeutung und tragen dazu bei, dass sensible Informationen sicher bleiben und Organisationen weiterhin eine sichere und ununterbrochene Versorgung anbieten können.
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