Da Unternehmen über das KI-Experimentierstadium hinausgehen, verlagert sich der Fokus auf Ergebnisse. Branchenübergreifend beschleunigen Unternehmen den realen KI-Wert, indem sie Innovationen mit Identity-First-Kontrollen kombinieren, die eine sichere und verantwortungsvolle Skalierung ermöglichen.
Bei Success Academy, einem der größten Netzwerke von Charter Schools in New York, erzielt KI bereits messbare Auswirkungen. Die Organisation hat ein spezielles KI-Team eingerichtet, das Lehrer bei der Gestaltung effektiverer Kurse und Unterrichtsprogramme unterstützt und so die Konsistenz und die Ergebnisse in den Klassenzimmern verbessert. Da KI jedoch in die täglichen Workflows integriert wird, entstehen neue Herausforderungen:
„Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass wir die richtigen Leute haben, [die] diese KI-Technologie nutzen können und dass sie sie angemessen einsetzen“, sagte Ken Abrams, Lead Systems Administrator bei Success Academy Charter Schools.
Ohne angemessene Schutzmaßnahmen könnten Chatbots und automatisierte Agenten versehentlich Informationen preisgeben oder missbrauchen. Für die Success Academy wird diese Herausforderung durch die Größe noch verstärkt: Ein kleines Technologie-Team unterstützt Tausende von Mitarbeitenden und Zehntausende von Lernenden. Wie viele Organisationen hat die Institution festgestellt, dass die Bereitstellung von KI-Tools nicht mehr der schwierigste Teil ist – sondern deren Verwaltung.
„Wir müssen sicherstellen: Senden wir dies korrekt aus?“ Wer wird darauf Zugriff haben? Wann haben sie Zugriff darauf? Wann nehmen wir den Widerruf des Zugriffs darauf vor?", sagte Abrams.
Diese Realität rückt Identität in den Mittelpunkt der KI-Strategie. Traditionell konzentrierten sich Identity-Management-Tools auf die Verifizierung von Benutzern, die Überwachung von Aktivitäten und die Durchsetzung von Zugriffskontrollen in Netzwerken. Heute werden dieselben Prinzipien auf KI-Agenten, -Anwendungen und Maschinenidentitäten ausgeweitet, um sicherzustellen, dass Interaktionen sichtbar, überprüfbar und einheitlich verwaltet werden.
Dieser Ansatz nimmt Gestalt an in Form eines sogenannten „Identity Security Fabric“ – einer einheitlichen Architektur, die für das KI-Zeitalter entwickelt wurde. Durch die Verbindung jeder Identität, sei es Mensch, Maschine, Anwendung oder KI-Agent, unter einem einzigen Framework erhalten Unternehmen die Möglichkeit, das Verhalten zu überwachen, Richtlinien durchzusetzen und die Compliance aufrechtzuerhalten, ohne die Innovation zu verlangsamen.
Der Wert von Identity-First-KI-Strategien wird auch im Bereich der Finanzdienstleistungen immer deutlicher, wo Vertrauen und Verifizierung von entscheidender Bedeutung sind. Equals Money, ein in Großbritannien ansässiges Fintech-Unternehmen, hat seine KI-Initiativen durch den Einsatz von KI-Agenten zur Automatisierung sich wiederholender Aufgaben beschleunigt.
„Das größte Problem für uns in einem Finanzdienstleistungsunternehmen ist immer das Onboarding“, erklärte James Simcox, Chief Operations and Product Officer bei Equals Money. „Sind Sie, wer Sie vorgeben zu sein, oder leben Sie dort, wo Sie leben? Sind Sie mit Sanktionen belegt? Ist Ihr Unternehmen überhaupt real? … [Die Überprüfung] dieser Aufgaben ist wirklich repetitiv. Und deshalb haben wir Agenten, die das tun.“
Da Unternehmen immer mehr KI-Agenten entwickeln und einsetzen, entstehen Plattformen, die dazu beitragen, die Sicherheit von Anfang an zu standardisieren. Entwickler können Lösungen wie Auth0 für KI-Agenten verwenden, um Sicherheitsrichtlinien und Authentifizierung direkt in die von ihnen entwickelten KI-Agenten einzubetten. Dieser Ansatz reduziert den Bedarf an benutzerdefinierter Sicherheitsprogrammierung und senkt das langfristige operative Risiko. Anstatt sich Sorgen darüber zu machen, ob Systeme sicher sind, können sich die Teams auf den Aufbau von Funktionalitäten konzentrieren, da sie wissen, dass die entsprechenden Schutzmaßnahmen bereits vorhanden sind.
Da die Akzeptanz von KI immer schneller voranschreitet, erweisen sich Identity-First-Strategien als mehr als nur eine Sicherheitsmaßnahme – sie entwickeln sich zu einem Geschäftsförderer. Indem sie es ermöglichen, KI mit Zuversicht zu skalieren, helfen Identitätskontrollen Organisationen, das KI-Potenzial in reale Ergebnisse umzuwandeln, ohne das Vertrauen der Kunden zu kompromittieren.