Executive Summary:
Bei herkömmlichen Ansätzen für SSO und MFA wird die Benutzeridentität nur zum Zeitpunkt der Anmeldung überprüft. Moderne Bedrohungen (z. B. der Diebstahl von Session-Token, nicht überwachte KI-Agenten und veraltete Service-Accounts) umgehen anfängliche Anmeldeüberprüfungen sogar vollständig. Einheitliches Identity-Management behebt dieses Problem, indem bei menschlichen Mitarbeiter:innen, System-Accounts und KI-Tools der Gerätestatus, das Benutzerverhalten und die Zugriffsberechtigungen kontinuierlich in Echtzeit ausgewertet werden.
Warum reichen MFA und SSO für die Unternehmenssicherheit nicht mehr aus?
Jahrelang war die Absicherung eines Unternehmens unkompliziert: Sie mussten lediglich Single Sign-On (SSO) einrichten und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) vorschreiben. Oder anders ausgedrückt: Sie haben eine solide Eingangstür eingebaut, das einfache Erraten von Passwörtern verhindert und schon war Sicherheit gewährleistet.
Angreifer:innen versuchen jedoch nicht mehr, das Schloss der Haustür zu knacken. Stattdessen warten sie, bis sich legitime Mitarbeiter:innen anmelden. Dann stehlen den aktiven Session-Schlüssel und verschaffen sich direkt Zugang. Oder sie finden vergessene System-Accounts und nicht überwachte KI-Tools, die unbemerkt im Hintergrund laufen.
Grundlegende Login-Überprüfungen beantworten nur eine einfache Frage: „Wer meldet sich gerade an?“
Das reicht nicht mehr aus. Für den Schutz Ihres Unternehmens müssen Sie heute kontinuierlich eine weitreichendere Frage stellen:
„Was macht der:die Benutzer:in, der System-Account und das KI-Tool gerade, worauf haben sie Zugriff und sind diese Zugriffsrechte weiterhin zulässig?“
Herkömmliche Logins weisen erhebliche Lücken auf – mit einheitlichem Identity-Management können Sie Ihr Unternehmen besser schützen, ohne Ihr Team auszubremsen.
Was ist kontinuierliches Identity-Management?
Der größte Schwachpunkt von SSO und grundlegenden MFA-Funktionen besteht darin, dass es nach der Gewährung des Zugangs für den:die Benutzer:in zu Ihren Systemen keine weitere Überprüfung mehr gibt. Wenn Angreifer:innen 10 Minuten nach einem gültigen Login den Session-Code dieses:dieser Mitarbeiter:in stehlen, bemerken statische Sicherheitstools dies nicht, sodass die böswilligen Akteur:innen sich frei in Ihren Netzwerken bewegen können, ohne dabei einen Alarm auszulösen.
Echter Schutz erfordert kontinuierliche Sicherheit in jeder Phase des Benutzerlebenszyklus:
- Vor dem Zugriff: Überprüfen Sie den Gerätestatus, bevor Sie Zugriff gewähren.
- Während der Anmeldung: Setzen Sie die Nutzung von Phishing-resistenter Biometrie durch.
- Nach dem Zugriff: Überwachen Sie kontinuierlich das Verhalten, damit kompromittierte Sessions in Echtzeit automatisch widerrufen werden können.
Geschäftliche Auswirkungen: Statischer Login vs. kontinuierliches Identity-Management
Laut der Forrester Total Economic Impact™-Studie zum Identity Security Fabric von Okta reduziert der Wechsel zu kontinuierlichem Identity-Management die Wahrscheinlichkeit von identitätsbezogenen Sicherheitsverletzungen um 90 % und verkürzt den Wiederherstellungsaufwand nach Sicherheitsvorfällen um 90 %.1
| Sicherheitskennzahl | Statisches SSO und MFA | Kontinuierliches Identity-Management |
|---|---|---|
| Authentifizierungszeitpunkt | Zeitpunktbezogen (nur bei der Anmeldung) | In Echtzeit/während der gesamten Session |
| Wahrscheinlichkeit einer Sicherheitsverletzung | Hohes Risiko durch Session-Hijacking | 90 % weniger identitätsbezogene Sicherheitsverletzungen |
| Wiederherstellungsaufwand nach Vorfällen | Tage bis Wochen | 90 % schnellere Vorfallbehebung |
| Zugriffsmodell | Unbefristeter weitreichender Zugriff | Temporärer, automatisierter Zero-Trust-Zugriff |
Wie reduziert konsolidiertes Identity-Management den IT-Aufwand?
Während Security-Teams Bedrohungen abwehren, verschwenden IT-Teams Hunderte Stunden mit der manuellen Verwaltung von Berechtigungen in Dutzenden isolierten Cloud-Anwendungen. Die Verwaltung von Zugriffen über Tabellenkalkulationen und Support-Tickets kostet Zeit, erhöht das Risiko menschlicher Fehler und zieht das Onboarding bei M&A-Integrationen über Monate in die Länge. Einheitliches Identity-Management automatisiert diese sich wiederholenden Aufgaben und ersetzt die administrativen Standing-Privilegien durch automatisierte, temporäre Berechtigungen, die ablaufen, sobald der:die Benutzer:in eine Aufgabe abschließt.
Die Studie von Forrester ergab, dass Unternehmen von diesen Vorteilen beim Identity-Management profitieren:
- Eine Reduzierung um 50 % bei zugriffsbezogenen IT-Helpdesk-Tickets
- 90 % weniger Verwaltungsaufwand für Zugriffsüberprüfungen
- 75 % schnelleres Onboarding für neue Software
- Spart 2,2 Millionen US-Dollar an SaaS-Kosten über drei Jahre durch die Rückforderung ungenutzter Lizenzen
Nicht überwachte KI-Agenten vergrößern die Angriffsfläche
Das am schnellsten wachsende Sicherheitsrisiko in Unternehmen sind heute jedoch nicht menschliche Mitarbeiter:innen, sondern KI-Agenten. Diese Agenten arbeiten oft mit statischen Zugriffsschlüsseln und umfassenden Berechtigungen, die herkömmliche Login-Abfragen vollständig umgehen.
Durch die Ausweitung der Identitätskontrollen auf KI-Agenten haben Security-Teams folgende Möglichkeiten:
- Erkennung verborgener Schatten-KI: Sie erhalten vollständige Transparenz über aktive nicht-menschliche Accounts in Ihrem gesamten Netzwerk.
- Automatisierung der Schlüsselrotation: Sie ersetzen festcodierte, statische Anmeldedaten durch automatisch rotierte Zugriffsschlüssel.
- Durchsetzung von Zugriff nach dem Least-Privilege-Prinzip: Sie beschränken den Zugriff von KI-Agenten auf die Daten, die für ihre zugewiesenen Aufgaben erforderlich sind.
Die Zusammenführung von menschlichen Mitarbeiter:innen, Backend-Systemen und KI-Tools in einem einzigen, durchgängigen Identity-Management-System schließt gefährliche Sicherheitslücken und entlastet Ihr IT-Team, sodass es sich auf Wachstum konzentrieren kann.
Durch die Anwendung derselben Identitätsstandards auf KI-Agenten wie auf menschliche Mitarbeiter:innen können Unternehmen schnell Innovationen vorantreiben, ohne sensible Daten preiszugeben. Forrester hat festgestellt, dass dieser moderne Identity-Management-Ansatz eine Rendite (ROI) von 216 %1 bietet und sich in weniger als sechs Monaten amortisiert.
Dieses Dokument dient nur zu allgemeinen Informationszwecken. Die hier enthaltenen Informationen stellen keine Rechts-, Datenschutz-, Sicherheits-, Compliance- oder Geschäftsberatung dar. © 2026 Okta, Inc. und/oder Partner.
1 Die TEI-Studie basiert auf Interviews mit Kund:innen der Okta Platform, die zur Erstellung einer zusammengesetzten Kundenorganisation und eines Finanzmodells herangezogen wurden. Bei der Anwendung auf eine definierte Fallstudie zeigte sich, dass eine zusammengesetzte Organisation die genannten Vorteile erzielen kann. Die genannten Zahlen stellen einen risikobereinigten Barwert über drei Jahre dar, basierend auf der von Okta in Auftrag gegebenen Forrester Total Economic Impact™-Studie vom Juli 2026. Weitere Details finden Sie in der TEI-Studie.