Als KI von der Beantwortung von Chat-Prompts zu eigenständigem Handeln innerhalb von Unternehmenssystemen überging, wurden Software-Tools faktisch zu Kolleg:innen. Für Sicherheit war es plötzlich nicht mehr ausreichend, Governance-Maßnahmen für die Identität menschlicher Mitarbeiter:innen verwalten.
Diese Veränderung veranlasste Juniper Square zur Neudefinition der Maßnahmen zum Schutz seiner Daten. Da das Unternehmen, das Technologie-, Daten- und Verwaltungsdienste für die stark regulierte Branche für private Investmentfonds bereitstellt, in einer Branche tätig ist, in der Compliance und Vertrauen oberste Priorität haben, durfte ein schnelles Vorgehen bei KI nicht auf Kosten der Sicherheitskontrollen gehen.
Als sich die Führungsebene des FinTech-Unternehmens für den abteilungsübergreifenden Einsatz von KI-Tools und -Agenten starkmachte, stand das IT-Team immer häufiger vor der Frage, wie es die Teams beim Vorantreiben von Innovationen mit KI unterstützen kann, ohne die Sicherheit der Daten zu riskieren.
Für Juniper Square lag die Antwort in einem Fundament, das das Unternehmen bereits aufgebaut hatte.
Wie die richtige Umsetzung der Identity-Grundlagen den Weg für KI ebnete
Lange bevor KI-Tools in dem Unternehmen zum Thema wurden, stand das IT-Team von Juniper Square vor einer weit verbreiteten operativen Herausforderung: fragmentierten digitalen Identitäten.
Als das Unternehmen schnell auf mehr als 1.300 Remote-Mitarbeiter:innen anwuchs, hatte das zwölfköpfige IT-Team mit manuellen Prozessen zu kämpfen. Für das Onboarding neuer Mitarbeiter:innen musste allein für die Bereitstellung der erforderlichen App-Zugriffe jeweils eine Asana-Checkliste mit 200 Aufgaben abgearbeitet werden. Das Offboarding bereitete ganz andere Probleme. Wenn Mitarbeiter:innen das Unternehmen verließen und deren Account einfach deaktiviert wurde, waren alle von diesen Personen freigegebenen Kundendateien nicht mehr zugänglich.
„Bevor wir Okta implementierten, schien es meinem Team unmöglich, einen Schritt voraus zu sein und gleichzeitig die bestehenden Herausforderungen zu bewältigen“, sagt Shen Ming Mah, Staff IT Systems Administrator bei Juniper Square. „Wir wussten, dass wir die Passwortverwaltung standardisieren mussten, um Accounts vor Phishing-Versuchen zu schützen, ohne den Anmeldevorgang zu verkomplizieren.“
Mit Okta vereinheitlichte das Team den Zugriff der Mitarbeiter:innen auf mehr als 175 Apps unter einem passwortlosen, Phishing-resistenten Framework, wandelte das Onboarding in einen automatisierten, rollenbasierten Workflow um, reduzierte die Risiken beim manuellen Offboarding und optimierte Compliance-Audits.
Ohne es damals zu wissen, schuf Juniper Square die Infrastruktur, die es für eine ganz andere Art von Benutzer:in benötigen würde.
Was passiert, wenn alle KI wollen
Als Juniper Square eine umfassende Suite von KI-Tools im gesamten Unternehmen einführte, löste dies eine Flut von IT-Anfragen aus, um KI-Agenten und -Tools direkt mit internen Datenbanken, Servern und Unternehmenssoftware zu verbinden.
Um die Dynamik beizubehalten, ohne Sicherheitsrisiken durch Schatten-KI zu verursachen, etablierte das Team einen formellen Prozess: Jede neue Anfrage zur KI-Integration durchläuft vor der Genehmigung eine Sicherheitsprüfung. Es ist dieselbe Prüfung, die das Team bereits bei menschlichen Zugriffen anwendet. Diese Vorgehensweise zeigte letztendlich, wie man mit dieser neuen nicht-menschlichen Belegschaft umgeht.
Nach der Einführung dieses funktionierenden Genehmigungsmodells für KI-Tools evaluiert Juniper Square nun Okta for AI Agents, um Transparenz zu erhalten und strenge Zugriffskontrollen für die Aktionen dieser autonomen Tools durchzusetzen.
„Die Aussicht klingt wirklich vielversprechend: Wir erhalten Kontrolle darüber, was der KI-Agenten-Account bei der Interaktion mit anderen Apps tun darf und was nicht“, sagt Mah. „Basierend auf dem bereits Erreichten bin ich zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden.“
Transparenz für die nicht-menschliche Belegschaft
Für Juniper Square ist die Vorbereitung auf eine agentenbasierte Zukunft die natürliche Fortsetzung des bereits aufgebauten Identity Fabric. Das schlanke IT-Team, das bereits den Zugriff für 1.300 Mitarbeiter:innen absicherte, kann diese Erkenntnisse nun auf KI anwenden. Da sie ihre täglichen Identity-Management-Aufgaben automatisiert haben, verfügen sie über die Zeit und Infrastruktur, um sich auf diese Umstellung zu konzentrieren. Mit einer sicheren, automatisierten Grundlage, die bereits in Betrieb ist, ist Juniper Square auf das vorbereitet, was als Nächstes kommt.
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