Die Frontline-Mitarbeiter:innen halten die physische Welt am Laufen. Sie fertigen die Produkte, die wir nutzen, halten die Regale in den Geschäften gefüllt und sorgen dafür, dass Waren reibungslos über globale Lieferketten hinweg bewegt werden. Diese Mitarbeiter:innen halten den Schlüssel zu kritischen täglichen Abläufen in der Hand, allerdings wurden die Identity-Tools, die sie zur Erledigung ihrer Arbeit verwenden, nicht für ihre alltägliche Arbeitsrealität entwickelt.
Systeme zur Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), ein Goldstandard in der Sicherheit, wurden für Mitarbeiter:innen mit festen Arbeitsplätzen, geschäftlichen E-Mail-Adressen und eigenen Geräten entwickelt – nicht für Handschuhe tragende Anlagenbediener:innen oder Filialmitarbeiter:innen, die sich an einem stark frequentierten, gemeinsam genutzten Kiosk anmelden. In diesen Umgebungen können klassische Anmeldemethoden den Betriebsablauf verlangsamen, was zu schwächeren Sicherheitsfaktoren oder riskanten Workarounds führt.
Nahfeldkommunikation (NFC) trägt dazu bei, diese Dynamik zu verändern. Mit der neuen Unterstützung von Okta für die NFC-Authentifizierung erhalten Frontline-Mitarbeiter:innen hochsicheren Zwei-Faktor-Zugriff durch einfaches Auflegen des Ausweises und eine PIN.
Wenn Sekunden millionenfach multipliziert werden
Da Mitarbeiter:innen ohne festen Arbeitsplatz 70 % bis 80 % der weltweiten Belegschaft ausmachen, stellt der fehlende Schutz ihrer Zugriffe eine massive Sicherheitslücke für Unternehmen dar. Auch die Produktivität ist gefährdet. Bei einer Belegschaft dieser Größe wird jede kleine Ineffizienz (wie eine 15-sekündige Verzögerung bei Schichtübergaben oder Bestandsabfragen) tausendfach am Tag verstärkt.
Diese Rollen weisen zudem eine Fluktuationsrate auf, die fast doppelt so hoch ist wie die von Büroangestellten (26 % pro Jahr gegenüber 16 %), sodass manuelle Onboarding-Prozesse und statische Passwörter zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen. Die Badge-basierte Authentifizierung löst dieses Problem, da Teams mit hoher Fluktuation vom ersten Tag an individuell verifiziert und auditierbar bleiben.
Für das Okta-Kundenunternehmen Darling Ingredients sind sichere und effiziente Identity-Prozesse zur Erfüllung der eigenen Aufgabe unerlässlich: die Umwandlung von Millionen Tonnen Material aus der Tierhaltung und der Lebensmittelindustrie in nachhaltige Lebens- und Futtermittel sowie Kraftstoffe.
„Mit einer NFC- und PIN-Lösung können wir zuverlässige Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig die Reibungsverluste für Benutzer:innen und das Management durch lange Passwörter und andere, teurere Anmeldeoptionen reduzieren, die für unsere typische Arbeitsumgebung einfach nicht geeignet sind“, sagt David Daniels, Director, Enterprise Technology bei Darling Ingredients.
Authentifizierung, entwickelt für den operativen Bereich
An Frontline-Arbeitsplätzen sind Smartphones im Arbeitsbereich oft verboten, Handschuhe machen eine berührungsbasierte Authentifizierung unmöglich und wenn Kund:innen warten, bleibt keine Zeit für mehrstufige, passwortzentrierte Abläufe. Die dort tätigen Mitarbeiter:innen benötigen ein Authentifizierungssystem, das auf die physischen Gegebenheiten der hoch dynamischen, Schichtarbeit ausgelegt ist.
Dank der NFC-Unterstützung von Okta können sich Mitarbeiter:innen ohne festen Arbeitsplatz durch Auflegen eines NFC-Ausweises und eine kurze PIN bei Okta-geschützten Anwendungen auf Windows-Workstations anmelden. Identitäten werden in Sekundenschnelle verifiziert, ohne dass dazu Telefon, Passwort oder Kamera erforderlich sind. Okta unterstützt mehrere NFC-Token-Typen, sodass Unternehmen zwischen kostengünstigen Ausweisen für Schichtteams mit hoher Fluktuation und manipulationssicheren, hardwaregeschützten Karten für Umgebungen mit strengeren Sicherheitsanforderungen wählen können.
Da NFC direkt in Okta erfolgt, erfordert die Verwaltung der Frontline-Mitarbeiter:innen keine separaten Tools für Identity-zentrierte Sicherheit oder neue IT-Systeme. Teams verwenden dieselbe Okta Platform, die sie bereits für Büroangestellte nutzen, um Schichtarbeiter:innen einzurichten, zu verwalten und zu schützen. Wenn Frontline-Mitarbeiter:innen zum Unternehmen wechseln, werden die NFC-Anmeldedaten über Okta bereitgestellt. Wenn sie das Unternehmen wieder verlassen, werden diese Anmeldedaten automatisch, revisionssicher und im großen Maßstab deprovisioniert.
Schließen der Frontline-Abdeckungslücke
Frontline-Arbeitsplätze sind so alt wie die Industrie selbst, aber Sicherheitstechnologien für digitale Identitäten wurden nicht unbedingt mit Blick auf diese unverzichtbare Belegschaft entwickelt. Mit einem Authentifizierungsansatz, der auf die tatsächliche Arbeitsweise von Schichtarbeitern zugeschnitten ist, müssen sich Unternehmen nicht länger zwischen Geschwindigkeit im Betrieb und unternehmensweiter Sicherheit entscheiden. NFC bietet sofortige betriebliche und sicherheitstechnische Vorteile.
An gemeinsam genutzten Terminals und Kiosksystemen ersetzen individuelle Tap-and-PIN-Anmeldungen gemeinsam genutzte Anmeldedaten und Passwörter auf Haftnotizen und bringen hochsicheren MFA-Schutz an diese Stationen.
Der Abbau von Passwort-Hürden gibt zudem allen Mitarbeiter:innen in jeder Schicht wertvolle Arbeitszeit zurück und reduziert bei IT-Helpdesks eingehenden Tickets zu Passwortrücksetzungen.
Da die Anmeldedaten über dieselbe Plattform verwaltet werden, die auch für Corporate-Mitarbeiter:innen genutzt wird, können IT-Teams das Onboarding und Offboarding einfacher automatisieren. Gleichzeitig unterstützen zuordenbare Anmeldungen die Einhaltung von Compliance-Frameworks auf gemeinsam genutzten Geräten, ohne dass private Smartphones erforderlich sind.
Erste Schritte mit NFC
Der NFC-Authentifikator ist derzeit im Self-Service-Early-Access für verwaltete Windows-Umgebungen verfügbar.
Bestehende Kund:innen: Lesen Sie die Produktdokumentation, um den NFC-Authentifikator direkt in der Okta-Admin-Konsole zu aktivieren.
Okta entdecken: Erfahren Sie mehr über Adaptive MFA oder sprechen Sie mit unserem Team darüber, wie die NFC-Authentifizierung in eine umfassendere Personalstrategie passt.
Alle in diesem Artikel genannten Lösungen, Funktionen, Funktionalitäten, Zertifizierungen, Autorisierungen oder Bestätigungen, die derzeit noch nicht allgemein verfügbar sind oder noch nicht verkauft wurden, werden möglicherweise nicht zum angekündigten Zeitpunkt oder überhaupt nicht bereitgestellt bzw. verkauft. Wir sind nicht verpflichtet, diese bereitzustellen, und Sie sollten sich bei Ihren Kaufentscheidungen nicht auf sie verlassen.