Seit Jahrzehnten wird Identity Governance and Administration (IGA) als isolierte, reaktive Compliance-„Pflichtübung“ und nicht als kontinuierliche Disziplin behandelt. Doch angesichts der jüngsten Verbreitung von Agenten und nicht-menschlichen Identitäten in Unternehmensumgebungen stellt eine reine Compliance-Denkweise nun ein Sicherheitsrisiko dar. Starre, benutzerdefinierte Orchestrierungen können mit der Geschwindigkeit von Identity-Änderungen nicht mehr Schritt halten.
Echte Governance erfordert ein vernetztes Ökosystem, keine isolierten Tools. Okta schließt diese Lücke, indem es Identity Threat Protection (ITP) und Identity Governance (OIG) vereint und Governance von einer Compliance-Maßnahme in ein Sicherheitstool verwandelt, das echte Sicherheitsergebnisse liefert.
Das Risiko einer „Compliance-first“-Governance
Unternehmen stecken oft in einem von drei veralteten Modellen fest: Legacy-Governance, Integrationsplateaus und Automatisierungsinseln. Diese Modelle können mit der Skalierung und Geschwindigkeit des modernen Unternehmens nicht mehr Schritt halten.
Legacy-Governance
Die meisten Unternehmen haben ihre Governance-Journey an diesem Punkt begonnen, an dem manuelle Zugriffsüberprüfungen, vierteljährliche Zertifizierungen, CSV-Exporte und isolierte Tools an der Tagesordnung sind. Oft fehlt die Transparenz für wichtige Events – wie eine Rechteausweitung, eine Richtlinienänderung oder einen ungenutzten Account –, sodass niemand von diesen Events erfährt, bis bereits ein Audit oder ein Vorfall eingetreten ist. Da sich Governance eher nach einem Compliance-Zeitplan als nach einem Sicherheits-Zeitplan richtet, führt dies zu Transparenzlücken, langsamen Reaktionszeiten und dazu, dass Security-Teams mehr Energie darauf verwenden, Compliance nachzuweisen, anstatt tatsächlich Risiken abzuwehren.
Integrationsplateau
Integration allein reicht nicht aus. Einige Unternehmen haben Silos bereits überwunden und Integrationen zwischen ihren Identity-Systemen, SIEMs und Workflow-Tools eingerichtet. Allerdings läuft ihr Governance-Prozess immer noch nach einem festen Zeitplan ab: Überprüfungen finden vierteljährlich statt und Transparenz entsteht erst nach Vorfällen. Obwohl sie miteinander verbunden sind, sind sie nicht kontinuierlich. Dies ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg zur Governance-Reife, der jedoch dazu führt, dass Unternehmen weiterhin reaktiv statt adaptiv agieren.
Automatisierungsinseln
Automatisierung ohne Kontext führt zu Fragmentierung. Eine wachsende Zahl von Organisationen hat Automatisierungen eingeführt, wie etwa Workflows zur automatischen Bereitstellung von Nutzerzugängen, zum Widerruf des Zugriffs oder zur Kennzeichnung von Anomalien. Das ist proaktiv. Wenn Automatisierung jedoch in isolierten Silos stattfindet, können Unternehmen innerhalb einzelner Tools zwar schnell agieren, verpassen aber dennoch das Gesamtbild der Risiken in den Bereichen Identity-Management, Zugriff und Richtlinien. Eine Sicherheitsfehlkonfiguration wird möglicherweise lokal behoben, löst jedoch keine nachgelagerten Maßnahmen aus, um verbleibende Risiken zu erkennen und zu beheben. Geschwindigkeit ohne gemeinsamen Kontext ist nach wie vor eine Schwachstelle.
Die Lücke schließen: Von der Erkennung zur automatisierten Reaktion
Hier kommt sicherheitsorientierte Governance ins Spiel: Oktas plattformbasierter Ansatz für Governance, bei dem alle Komponenten, die zur tatsächlichen Reduzierung von Sicherheitsrisiken erforderlich sind, miteinander verbunden sind. Identitäts- und Zugriffsdaten, Erkennungen und Governance-Logik sind in einer einzigen, einheitlichen Identity Security Fabric vereint. Sobald ein Risikoindikator auftritt, wie beispielsweise ein potenziell kompromittierter Administrator-Account, löst die Okta Platform automatisch eine Sicherheitszugriffsprüfung aus und setzt die Erkennung in Echtzeit in Maßnahmen um. Dies bietet vollen Einblick in die Zugriffsrechte eines Kontos, zeigt auffällige Berechtigungen sowie die vorgenommenen Aktivitäten und ermöglicht es der Prüfinstanz, durch temporären oder dauerhaften Entzug zu handeln.
Das Ergebnis: Erkennung, Überprüfung und Behebung erfolgen in einer einzigen kontinuierlichen, automatisierten Schleife. Dies beseitigt die Reibungsverluste durch manuelle Übergaben und den Wechsel von Tools, beschleunigt die Reaktionszeit und reduziert das Zeitfenster der Gefährdung von Tagen auf Minuten oder Stunden.
Erleben Sie es in Aktion: Sehen Sie sich an, wie LLM-generierte Zusammenfassungen und priorisierte Zugriffsdaten Analysten dabei helfen, Risiken in Echtzeit zu beheben.
Wie in der Demo gezeigt, ist die Sicherheitszugriffsprüfung das neueste plattformübergreifende Feature von Okta, das Produkte wie Identity Threat Protection (ITP) mit Okta Identity Governance (OIG) verbindet und grundlegend verändert, wie schnell Analysten auf Identity-Risiken reagieren können. Im Gegensatz zu einer breit angelegten Compliance-Kampagne, die Hunderte von Benutzenden erfasst und Prüfer:innen mit einer Informationsflut überhäuft, ist die Sicherheitszugriffsprüfung eine benutzerzentrierte, ereignisgesteuerte Überprüfung, die für IT- und IAM-Analyst:innen während der aktiven Vorfallstriage konzipiert wurde. Wenn ITP beispielsweise ein potenzielles Risiko erkennt, wird automatisch eine Sicherheitszugriffsprüfung erstellt, die genau auf die gefährdete Identität zugeschnitten und mit KI-gestütztem Kontext angereichert wird.
Das Ergebnis: Analyst:innen verfügen bei der Überprüfung über alle erforderlichen Informationen, verbringen weniger Zeit mit der Arbeit in mehreren Tools und haben mehr Zeit für die Behebung.
Sicherheitszugriffsprüfungen lenken den Fokus der Analyst:innen auf das Wesentliche: Zugriffsanomalien. LLM-gestützte KI-Zusammenfassungen erklären in einfacher Sprache, warum der Zugriff riskant ist. Analyst:innen können eine einzelne riskante Anwendung oder Berechtigung widerrufen, ohne den umfassenderen Zugriff der Benutzer:innen zu beeinträchtigen. Ein während laufender Untersuchungen vorübergehend gesperrter Zugriff kann wiederhergestellt werden, sobald die Bedrohung behoben ist. Dies schützt sowohl die Sicherheitslage als auch die Produktivität der Mitarbeitenden. Jede Aktion wird vollständig einem Audit unterzogen, und Kommentare können direkt bei der Überprüfung eingegeben werden. Dies beschleunigt die teamübergreifende Koordination und schafft einen lückenlosen Prüfpfad für die Compliance.
Das Ergebnis: Analyst:innen können den Benutzerzugriff und die damit verbundenen Anomalien leicht nachvollziehen, was die Untersuchungszeit verkürzt und das Risiko übersehener Identity-Bedrohungen verringert. Eine gezielte Eindämmung von Bedrohungen ist nun möglich, wobei der Schwerpunkt auf der Business Continuity liegt, anstatt auf einer pauschalen, vollständigen Zugriffssperre, die den Workflow der Benutzenden unterbricht.
Warum eine einheitliche Plattform überzeugt
Im Security-Bereich fordern Verantwortliche auf Käuferseite zunehmend integrierte Antworten – und keine separaten Tools, die mühsam durch Skripte zusammengeflickt wurden. Okta ist die führende unabhängige Identitätsplattform, die tiefgehende Identitätskontexte – einschließlich Bedrohungssignale mit flexiblen Behebungsmaßnahmen wie der Sicherheitszugriffsprüfung – nativ in einer benutzerfreundlichen, erweiterbaren Plattform vereint:
- Okta vs. Legacy-IGA: Herkömmliche IGA-Tools sind reaktive Compliance-Instrumente, keine proaktiven Sicherheitsplattformen. Da sie nicht der Identity-Anbieter sind, können sie keine Bedrohungssignale in Echtzeit erkennen und keine sofortigen Maßnahmen ergreifen. Okta bettet Governance nativ in dieselbe Plattform ein, die die Bedrohungen erkennt.
- Okta vs. SIEMs: Ein SIEM ist wie eine Alarmanlage. Es kann Ihnen sagen, dass das Haus brennt, aber es kann nicht zum Feuerlöscher greifen. Mit Okta löst Workflows, wenn ITP eine Bedrohung erkennt, eine Sicherheitszugriffsprüfung aus, und OIG ergreift präzise Maßnahmen – und das alles, ohne die Plattform zu verlassen.
- Einheitliche Plattform vs. Patchwork-Lösungen: Okta eliminiert die fehleranfälligen, benutzerdefinierten Integrationen, die für viele Produkte typisch sind. Sie müssen keine separaten Tools für Erkennung, Governance und Behebung mehr verwalten. Dieser einheitliche Ansatz bietet IT- und Security-Teams eine schnellere Eindämmung, einen geringeren Schadensradius, eine bessere Prüfbarkeit und eine bessere Business Continuity.
Sicherheitsorientierte Governance ist längst kein Zukunftstraum mehr. Mit Sicherheitszugriffsprüfungen kann Ihre Organisation den ersten Schritt tun, um moderne Identity Governance Wirklichkeit werden zu lassen.
Sind Sie bereits Kunde von Okta Identity Governance? Die Sicherheitszugriffsprüfung ist derzeit für Kunden von Okta Identity Governance (OIG) allgemein verfügbar. Weitere Informationen finden Sie im Okta Identity Governance Product Hub.
Neu bei Okta Identity Governance? Kontaktieren Sie einen unserer Spezialisten, um eine Live-Demo zu sehen und zu erfahren, wie ein ressourcenschonendes Proof of Concept in Ihrer eigenen Umgebung bereits in Tagen, nicht erst in Monaten, Mehrwert aufzeigen kann.
Als Nächstes in der Reihe:
Erschließung der Governance für Privileged Access mit Okta Access Zertifizierungen für Service-Accounts
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