Sichere Browser. Digitale Sicherheit für Frontline-Mitarbeiter:innen. Identity Security Posture Management Verifizierbare Anmeldedaten. Sichere Software durch Design.

Bei Okta Ventures verschafft uns der Austausch mit visionären Gründer:innen und Teams einen Platz in der ersten Reihe bei diesen neuen Innovationen. 

Wir haben acht Gründer:innen nach ihren Einschätzungen zu den Entwicklungen im Jahr 2024 gefragt und weltweit Einblicke gesammelt, die wir im Folgenden mit Ihnen teilen. Viel Spaß! 

Prognosen für 2024

Zheng Wei Quah, CEO, Accredify

Porträtbild von Zheng Wei.

Ich freue mich darauf zu sehen, wie die digitale Identität für Unternehmen dabei helfen kann, das Dilemma der Wahl zwischen Sicherheit und Zugänglichkeit zu lösen. Unserer Erfahrung nach haben sich Identity-Lösungen als effektiv erwiesen, um die Unternehmenssicherheit durch Produkte wie Single Sign-On (SSO) und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zu verbessern. Indem diese mit überprüfbaren Anmeldedaten gekoppelt werden, kann die Branche den Nachweis von "wer Sie sind" auf den Nachweis von "was Sie haben" ausweiten. Wenn dies erreicht wird, können wir eine Welt der Hyperautomatisierung erwarten, in der Sicherheit und Zugänglichkeit keinen Balanceakt mehr darstellen.

Oliver Friedrichs, CEO, Pangea Security

Porträtbild von Oliver Freidrichs.

Angesichts der „Secure by Design“-Richtlinien der CISA und der SEC-Anklage gegen Solarwinds und dessen CISO war es für Unternehmen noch nie so wichtig wie heute, einen sicheren Lebenszyklus für die Softwareentwicklung (SDLC) zu entwickeln. Automobilhersteller, Luft- und Raumfahrtunternehmen und andere kritische Technologien unterliegen strengen Vorschriften, dennoch hat die Auslieferung schlecht geschriebener Software heute keine Konsequenzen. Dies wird sich unweigerlich ändern, da Unternehmen zunehmend aufgefordert werden, ihre sicheren SDLC-Praktiken nachzuweisen. Es wird entscheidend sein, dass Organisationen drei Hauptprinzipien dieses sicheren SDLC implementieren: Anwendungshärtung, Sicherheitsfunktionen und Secure by Default. 

Die Anwendungshärtung stellt sicher, dass Anwendungen von Anfang an sicher konzipiert werden, einschließlich architektonischer Überlegungen und Bedrohungsmodellierung. Sicherheitsfunktionen stellen sicher, dass Anwendungen eine sichere User Experience bieten – mit robuster Authentifizierung, Autorisierung (RBAC, ABAC, ReBAC), einem sicheren Audit-Trail, einem Speicher für Geheimnisse und kryptografische Schlüssel, einem sicheren Datei-Objektspeicher, der Erkennung von PII, die offengelegt werden könnten, und vielem mehr.

Secure by Default stellt sicher, dass wichtige Features wie MFA standardmäßig aktiviert und zusätzliche Features wie SSO kostenlos enthalten sind. Diese Anforderungen werden Security-Teams dazu veranlassen, den Fokus noch weiter nach links zu verlagern und mit der Entwicklung zusammenzuarbeiten, um das Thema Sicherheit bereits ganz zu Beginn des SDLC zu integrieren.

Mohit Garg, CEO von Oloid

Porträtbild von Mohit Garg.

Im Jahr 2024 werden Weiterentwicklungen bei der Authentifizierung von Frontline Worker:innen eine verbesserte User Experience und optimierte Prozesse in den Vordergrund stellen, ohne die Sicherheit zu kompromittieren. Es werden maßgeschneiderte Authentifizierungslösungen entstehen, um die besonderen Bedürfnisse von Mitarbeiter:innen ohne festen Arbeitsplatz zu erfüllen – wie etwa die Einführung passwortloser Methoden, um die App-Nutzung zu verbessern und vor Phishing, gehackten Accounts (ATO) und Man-in-the-Middle-Angriffen (MITM) zu schützen. Die automatisierte, vorab verifizierte Registrierung von Anmeldedaten wird das Onboarding für Positionen mit hoher Fluktuation vereinfachen, während Authentifizierungsmethoden für einen sicheren Zugriff zunehmend natürliche Faktoren wie Biometrie nutzen werden. Die kontextabhängige Authentifizierung unter Einbeziehung von Faktoren wie Standort und Zeit wird die Sicherheitsprotokolle stärken. Die Konvergenz von physischer Sicherheit und Cybersicherheit wird sich verstärken, insbesondere für Mitarbeiter:innen ohne festen Arbeitsplatz in arbeitsintensiven Branchen. Dabei geht die zunehmende Integration physischer Identitätsfaktoren wie RFID-Karten und NFC mit Modellen für gemeinsam genutzte Geräte einher. Adaptive Authentifizierung, die Sicherheitsstufen dynamisch an das erkannte Risiko anpasst, wird sich von einer fortschrittlichen Feature zu einem etablierten, flexiblen Framework entwickeln. Funktionen zur Anwesenheitserkennung werden an Bedeutung gewinnen, insbesondere in Umgebungen mit gemeinsam genutzten Geräten, wobei Nutzer:innen automatisch abgemeldet werden, wenn das Gerät nicht mehr verwendet wird. Geräteunabhängige MFA-Optionen werden an Bedeutung gewinnen und Compliance in Umgebungen ermöglichen, in denen Smartphones oder Hardware-Schlüssel keine praktikable Option sind."

Moty Jacob, CEO Surf Security

Porträtbild von Moty Jacob.

Mit dem Start ins Jahr 2024 erwarten wir einen transformativen Wandel in der Identitätslandschaft der Cybersicherheit. Identity-bezogene Browser sorgen für eine sinnvolle Architektur und ermöglichen Nutzer:innen den direkten Zugriff auf On-Premises- und SaaS-Anwendungen mit erweiterten Sicherheitskontrollen. Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Browser-Funktionen wie Kopieren, Ausschneiden und Einfügen, Datenmaskierung und Schwärzung zu steuern, läutet eine neue Ära ein, in der der Informations-Flow der Kontrolle und Governance des Unternehmens unterliegt und die Zukunft des sicheren Identity-Managements neu gestaltet wird. Dies deckt sich mit der Prognose von Gartner, dass Enterprise-Browser oder -Erweiterungen bis 2025 in 25 % der Wettbewerbssituationen im Bereich Web-Sicherheit vertreten sein werden, verglichen mit weniger als 5 % heute.

Matt Chiodi, CSO Cerby

Porträtbild von Matt Chiodi.

Im Jahr 2024 werden KI-gesteuerte Cyberangriffe immer raffinierter werden, was zu einem Anstieg von Zero-Day-Exploits führt. Dieser Trend verdeutlicht eine entscheidende Herausforderung: die Absicherung nicht standardisierter Anwendungen, denen oft die Unterstützung für wesentliche Sicherheitsstandards wie Security Assertion Markup Language (SAML) zur Authentifizierung und System for Cross-domain Identity Management (SCIM) für das automatisierte Onboarding und Offboarding von Zugriffen fehlt. 

Laut einer Studie des Ponemon Institute verzeichneten 52 % der Unternehmen Cybersicherheitsvorfälle, die durch nicht standardmäßige Anwendungen verursacht wurden. Eine mangelnde Support für Standards bedeutet, dass sie wahrscheinlich zu bevorzugten Zielen für KI-gestützte Angreifer:innen werden.

Unternehmen müssen darauf reagieren, indem sie diese nicht standardmäßigen Anwendungen in ihre Identitätssicherheitsstrategien integrieren. Dies erfordert den Einsatz fortschrittlicher Identitätsschutzmechanismen, die über grundlegende Sicherheitsmaßnahmen hinausgehen und sicherstellen, dass nicht standardmäßige Anwendungen in Identitätsplattformen wie Okta integriert werden. Die Implementierung von MFA, KI-gestützter Anomalieerkennung und Echtzeitüberwachung wird für den Schutz vor diesen neuen Bedrohungen von entscheidender Bedeutung sein.

Maor Bin, CEO von Adaptiv Shield

Porträtbild von Maor Bin.

In der SaaS-Welt treten Bedrohungen in identitätszentrierter Form auf. Viele bestehende Lösungen zur Identitätsbedrohungserkennung und -reaktion (ITDR) konzentrieren sich auf den Schutz von Endpunkten und Active Directory, wobei sie oft die Komplexität der SaaS-Umgebung übersehen. Mit dem Übergang vom on-premise Active Directory zu SaaS entsteht eine Lücke im Identity Security Posture Management. Der Umgang mit SaaS-bezogenen Bedrohungen erfordert fundiertes Wissen und nachgewiesene Expertise, um komplexe und subtile Identity-bezogene Bedrohungen präzise zu erkennen.

Simon Taylor, CEO von HYCU

Porträtbild von Simon Taylor.

Es überrascht nicht, dass sich der KI-Boom, der 2023 begann, auch 2024 fortsetzen wird. Aus IT-Sicht wird sich dies auf fünf kritische Bereiche auswirken: 

  1. Explosion der Menge an neu erstellten Daten und die Notwendigkeit, diese zu verwalten
  2. Erhöhter Bedarf an einer klaren Sicherheits- und Governance-Strategie für Daten, um sowohl Unternehmen als auch Menschen zu schützen
  3. Schutz kritischer Infrastrukturen vor Angreifern, die KI nutzen werden, um zu versuchen, die Kronjuwelen wie Sicherheit und Identität zu knacken
  4. Beschleunigung von KI und die Bereitstellungsrate neuer SaaS-Dienste, die dazu führen können, dass die IT um die Kontrolle ringt
  5. Technologien wie HYCU, die KI nutzen werden, um eine skalierbare Möglichkeit zu schaffen, dem Bedarf an Datenschutz und Datenwiederherstellung gerecht zu werden, da immer mehr Unternehmen SaaS-Anwendungen und -Dienste nutzen

David Goldschlag, CEO Aembit

Porträtbild von David Goldschlag.

Im Jahr 2023 hörten wir von Unternehmenskund:innen erstmals, dass Secrets Manager und Vaults ein „Anti-Muster“ darstellen. DevOps und Sicherheit möchten Zugriffsrichtlinien zwischen Workloads verwalten, anstatt Secrets zu verwalten. Für 2024 erwarten wir, dass viele Kund:innen Workload-IAM einführen werden, ohne Secrets-Manager überhaupt auszuprobieren.

Wir stellen zudem fest, dass Unternehmen Workload Identity umfassender betrachten und über die reine Kernidentität hinaus auch Status und Kontext einbeziehen. Beispielsweise könnte eine Zugriffsentscheidung Kriterien für Conditional Access berücksichtigen, wie etwa den Sicherheitsstatus des Workloads.

Karine Mellata, CEO, Intrinsic

Porträtbild von Karine Mellata.

Generative KI hat neue Möglichkeiten für Missbrauch geschaffen, um betrügerische Identitäten sowie missbräuchliche Inhalte und missbräuchliches Plattformverhalten zu skalieren und zu verbreiten. Die Angriffe werden weitaus raffinierter und mit den derzeitigen veralteten Erkennungssystemen schwerer zu erkennen sein. Dies könnte dazu führen, dass sich die Identitätssicherheit stärker auf verifiziertes menschliches Verhalten über einen bestimmten Zeitraum konzentriert, anstatt lediglich Registrierungsabläufe (wie Selfie-Checks) zu beschränken.

Marshall Pribadi, CEO, Privy ID

Porträtbild von Marshall Pribadi.

Benutzer:in-zentriert, wiederverwendbare digitale Identität wird in Indonesien, Australien und Neuseeland breite Akzeptanz finden. Kostenteilung bei der Customer Due Diligence wird zur neuen Norm. Die Verbesserung des Benutzerkomforts bei gleichzeitiger Bewältigung höherer Kosten wird entscheidend sein.

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