Dies ist die erste Folge der „Agent Eye-Openers“-Reihe, in der wir mit Fachleuten eingehend über die Entscheidungen, Entdeckungen und Weckrufen sprechen, die die KI-Ära prägen. Sehen Sie sich die zweite Folge an.
Als Tom Kleinpeter, Mitgründer und Chief Architect von Common Room, einen Anruf von Verwandten in Louisiana erhielt und diese fragten, wie sie KI-Agenten zur Automatisierung von Abläufen im Kiesgeschäft einsetzen könnten, wurde ihm klar, dass die Technologie einen Wendepunkt erreicht hatte. „Sie sind überall“, erklärt er.
Kleinpeter ist KI-Enthusiast, besonders wenn es um Agenten geht. „Es ist faszinierend zu sehen, wie genial Agenten sind. Da lässt sich noch so viel Potenzial erschließen“, sagt er. Dieser Optimismus wird jedoch von einer gesunden Portion Skepsis begleitet, sobald es um das Thema Sicherheit geht. Da Common Room – eine Datenplattform für Go-to-Market-Teams – mit Kundendaten handelt, hat Sicherheit laut Kleinpeter oberste Priorität, erst recht angesichts der rasanten Einführung von KI-Agenten.
„Wenn wir neue Kund:innen integrieren, müssen wir nachweisen, dass Daten auf unserer Plattform keinerlei Risiken ausgesetzt werden“, erklärt er. „Wir würden niemals sagen wollen: ‚Oh, die Authentifizierungslösung, die auf Ihre Daten zugreift, haben wir letztes Wochenende ganz frisch gebastelt.‘“
Das hohe Risiko agentenbasierter Zugriffe
Die Gewährung von Account-Datenzugriff für Agenten birgt definitiv Risiken. Diese Agentenzugriffe sind aber für die neuen Features erforderlich, die sich die Kund:innen von Common Room wünschen. „Ohne diesen agentenbasierten Zugriff auf unsere Daten könnten wir in diesem Marketplace nicht glaubwürdig agieren“, sagt Kleinpeter. Mit diesem Zugriff können die KI-Agenten von Common Room Aufgaben wahrnehmen, die von Key-Account-Recherchen über prädiktives Lead-Scoring bis hin zum Verfassen von E-Mails reichen.
Die Agenten von Common Room können Unmengen an Account-Daten analysieren und Kaufsignale erkennen, die dem menschlichen Auge entgehen könnten. Diese Agenten liefern den Kund:innen von Common Room nicht nur neue Erkenntnisse, sondern sparen ihnen auch Zeit. Agenten können schnell mehrere Datenquellen zu einem Account oder Kontakt auswerten und den besten nächsten Schritt einleiten, was zuvor nur erstklassige Vertriebsmitarbeiter:innen so schnell erledigen konnten.
Diese Ergebnisse erfordern jedoch Agentenzugriff. „Unsere Kund:innen können diese Vorteile nur nutzen, wenn wir auf die Sicherheit vertrauen und diese Daten für KI-Agenten zugänglich machen können“, sagt Kleinpeter.
Warten auf den richtigen Standard: Auth for MCP
Deshalb hat das Unternehmen Auth for MCP implementiert. Als die MCP-Spezifikation (Model Context Protocol) veröffentlicht wurde, erfuhr das Common Room-Team innerhalb weniger von Stunden davon. Trotz der rasanten Entwicklung im KI-Bereich beschlossen sie jedoch zunächst abzuwarten.
„Mit diesem Anwendungsfall für Authentifizierungen fühlten wir uns nicht wohl“, erinnert sich Kleinpeter. Die Weitergabe von API-Keys für das Einbetten in lokale Server oder die Nutzung festcodierter Auth-Token, die auf Geräten verbleiben, ohne aktualisiert zu werden, war ein Risiko, das sie nicht eingehen wollten.
Erst als Auth for MCP eingeführt wurde, fühlte sich Common Room sicher genug, MCP umfassend in seine Roadmap zu integrieren. Mit einer Lösung, die eine Authentifizierungs- und Autorisierungsebene für Agenten implementiert, konnten sie ihren Agenten auf sichere Weise sorgfältig dimensionierten Zugriff auf die Daten gewähren, die menschliche Mitarbeiter:innen nutzen – nicht mehr und nicht weniger.
Schnellere Innovationen ohne Kompromisse bei der Sicherheit
Für Common Room ging es bei der Entscheidung für Auth0 nicht nur um Risiko-Minimierung, sondern auch um die Beschleunigung der Produktentwicklung. Wenn Entwicklungsteams für jeden einzelnen Agenten komplexe Vertrauensebenen manuell erstellen müssen, leidet die Time-to-Market.
„Solange wir alle Details der Sicherheit und Authentifizierung selbst klären müssen, kann mein Team sich nicht um die Dinge kümmern, die unseren Kund:innen den größten Mehrwert bieten“, sagt Kleinpeter. Sicherheit ist nicht verhandelbar. Doch durch die Auslagerung der kritischsten und sensibelsten Teile des Authentifizierungsprozesses an Auth0 können sich die Entwicklungsteams von Common Room uneingeschränkt auf die bahnbrechenden KI-Features konzentrieren, die sich die Kundschaft wünscht.
Die Vibe-Coding-Falle
Mit Blick auf die nächsten 12 bis 18 Monate geht Kleinpeter von einer Lage aus, in der Angreifer:innen schneller als Verteidiger:innen agieren. KI senkt die Kosten für die Ausnutzung von Schwachstellen. Dies hat zur Folge, dass Security Best Practices, die in der Vergangenheit funktioniert haben, kontinuierlich neu bewertet werden müssen.
Seine wichtigste Warnung an andere Tech-Führungskräfte, die ihre ersten KI-Agenten-Integrationen konzipieren? Tappen Sie nicht in die Falle, KI zum Verfassen Ihrer Sicherheitsprotokolle zu verwenden.
„Nutzen Sie Vibe Coding nicht für Aufgaben im Bereich Authentifizierung. Das ist eine Falle. Sie werden davon ausgehen, dass es funktioniert, und in vielen Fällen mag das auch zutreffen, aber Sie schaffen sich damit zukünftige Probleme“, warnt er. KI-Agenten sind hervorragend darin, scheinbar funktionsfähigen Code zu generieren, aber sofern Sie nicht als Sicherheitsexpert:in darauf geschult sind, Edge-Fälle und subtile Fehler zu erkennen, werden Sie die Schwachstellen nicht bemerken. Angreifer:innen mit besseren Modellen werden dazu jedoch früher oder später in der Lage sein.
Mit Auth0 kann sich Common Room besser vor diesen Unbekannten schützen. Durch die Delegierung des Identity-Managements an spezialisierte Expertenteams, die kontinuierlich Standards einhalten und strenge Tests durchführen, kann Common Room sich auf Innovationen für seine Kundschaft konzentrieren und neue Anwendungsfälle für KI erschließen. „Mit der Verwaltung der Agenten-Authentifizierung durch Auth0 fühle ich mich sicherer und schlafe besser. Ich kann mich auf den Mehrwert für unsere Kund:innen konzentrieren und weiß, dass für die Sicherheit gesorgt ist“, sagt Kleinpeter.
Sehen Sie sich das vollständige Video oben an, um weitere Einblicke von Tom Kleinpeter zu den Themen KI-Agenten, Authentifizierung und neuartige Risiken zu erhalten.